Ratgeber · Stand Oktober 2026
Was ist systemische Beratung?
Systemische Beratung schaut nicht nur auf einen einzelnen Menschen, sondern auf die Beziehungen und Zusammenhänge, in denen er lebt und arbeitet.
Die Grundidee
Der systemische Ansatz geht davon aus, dass Menschen Teil von Systemen sind: Familie, Team, Organisation. Was in einem Teil passiert, wirkt auf die anderen zurück. Ein Problem wird deshalb nicht als Eigenschaft einer Person gesehen, sondern im Zusammenhang mit ihrem Umfeld.
Daraus folgt eine Haltung, die Lösungen und Ressourcen in den Mittelpunkt stellt. Die Beraterin bringt Fragen und Perspektiven ein, die Antworten entwickeln die Klientinnen und Klienten selbst.
Typische Fragen in der Beratung
Systemische Fragen laden dazu ein, eine Situation aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Zum Beispiel: Wer würde zuerst bemerken, dass sich etwas verändert hat? Was wäre anders, wenn das Problem morgen gelöst wäre? Solche Fragen öffnen den Blick für neue Möglichkeiten.
Für wen sich systemische Beratung eignet
Für Einzelpersonen, die eine berufliche oder persönliche Frage klären möchten, ebenso wie für Teams und Organisationen, die ihre Zusammenarbeit verbessern oder Veränderungen gestalten wollen.
Ausbildung und Qualität
Systemische Beraterinnen und Berater durchlaufen eine mehrjährige Weiterbildung. Fachverbände wie die Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie (DGSF) und die Systemische Gesellschaft (SG) legen Standards für diese Weiterbildungen fest. Julia Drewes ist Systemische Beraterin (DGSF) sowie Systemischer Coach (SG) und Supervisorin (SG).
Quellen
- DGSF: Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie
- Systemische Gesellschaft (SG)
Von Julia Drewes, Systemische Beraterin (DGSF), Systemischer Coach (SG) und Supervisorin (SG), Marsberg.
Kontakt
